Donnerstag, 19. Juli 2012

BURG NEULEININGEN: BURGRUINE BEI GRÜNSTADT



Die Burg ist eine Gründung der GRAFEN VON LEININGEN.
deren Stammburg: ALTLEININGEN
Bauherr: GRAF FRIEDRICH III: zw. 1238 u. 41
Die Burg hat franz. Vorbilder.
Grundriß: 45 mal 48 m, rechteckig-trapezförmig
Ringmauer-Schießscharten für Bogenschützen-mächtige Rundtürme-der Turm an der Nordwestecke: runder Bergfried (ungewöhnlich)
Die Burg wird zum sog. "Kastelltyp" gerechnet, der sich aus dem spätröm. Kastell entwickelt hat (bei uns so gut wie unbekannt; hier in Neuleiningen zum ersten Mal durchgeführt).
Entfernung eines Turmes vom anderen: ca. 30 m (diese Distanz garantiert Treffsicherheit)
Wohngebäude: frühgot. Bauformen
Bruchsteinmauerwerk
Kein Zwinger (Funktion: Belagerungsmaschinen aufhalten)
stattdessen: Verbindung der Ortsbefestigung (mit Schlüsselloch-Scharten für Armbrüste) mit Burg (dabei fungierte der Ort als Vorburg)
keine Buckelquader (im 13. Jh. üblich), sondern glatte Quader; deutet auf fremde Werkleute hin
1371: Verpfändung der Burg
unter LANDGRAF HESSO: eine der stärksten Festen der Gegend
1467: Erbstreit; GRAF EMICH VII sichert sich die Burg; darauf wendet sich das BISTUM WORMS (seit 1308 Lehensträger) an den KURFÜRSTEN VON DER PFALZ; dieser erobert "sloss mit dem stettlin"; good deal: dieser bekam die Hälfte von Burg und Dorf als Wormser Erblehen von den "frommen Herren"; Krieg als Geschäft.
ab 1508: Teilung zwischen HOCHSTIFT WORMS und Leiningen; zwei Wohnbauten: einer für Bist. Worms, der andere für die Leininger.
1555: GRAF PHILIPP I: Einführung der REFORMATION; Proteste aus Worms (hat denen nicht gefallen)
1690: Brandstiftung durch die Franzosen
1742: erneute Verpfändung an Worms; Grund: no money on the bank, s.o.
1767: Verkauf
1874: Wiedererwerbung durch GRAFEN VON LEININGEN-WESTERBURG.
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Quelle: GÜNTER STEIN: BURGEN UND SCHLÖSSER IN DER PFALZ.
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EREC

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