Montag, 21. Oktober 2013

KÖNIG GÖTTRIK: BESCHEIDENHEIT IST FÜR WEICHLINGE!

KÖNIG GÖTTRIK war alles andere, nur nicht bescheiden. Weder war er zurückhaltend noch plagten ihn irgendwelche belastenden Selbstzweifel. Nach dem Motto "Viel' Feind', viel' Ehr'!" legte er sich gleich einmal mit keinem Geringeren als KARL DEM GROSSEN an. Boshaft bis zum Ende, erklärte GÖTTRIK kurz vor seinem Ableben KARL schnell noch den Krieg. Netterweise teilte er ihm gleich auch noch mit, wie er vorzugehen gedenke: Erst werde er nach Aachen marschieren und dann werde er die Pfalz des Kaisers niederbrennen. (So etwas nannte man "brenna".) Ein einfacher wie wirksamer Kriegsplan! Phantasievoll ausgedacht!
GÖTTRIK war ein "böser" Mann und ein "böser" Däne.
Kein Wunder, daß GÖTTRIK den fränkischen Historikern schwer im Magen lag.
Doch nicht alle Dänen waren "kleine GÖTTRIKS". 782 nahm ein gewisser HALFDAN an einem Reichstag teil. 807 wurde ein anderer HALFDAN sogar KARLS Vasall. "Böse" Dänen, "nette" Dänen!
(Ich wäre übrigens vorsichtig gewesen, HALFDAN als Vasall zu akzeptieren. You never know. Man kann nie wissen.)
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PÖRTNER, S. 23
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R.

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