Dienstag, 21. Oktober 2014

WIE DIE WIKINGER DACHTEN

1.) Von zentraler Bedeutung war der Begriff "Kraft". Der Wikinger verließ sich fast nur auf seine eigene Karft bzw. sein Schwert. Die Kraft galt es zu erwerben, zu beweisen und zu bewahren.
2.) Schwäche=Schande; Feigheit=Verbrechen
3.) Das eigene Leben: hatte nur geringen Wert; fremdes Leben: noch geringeren Wert.
4.) Im Kampf zu fallen=Geschenk der Götter!
5.) Den "Strohtod" zu sterben "wie eine Kuh im Stall"=verächtlich
6.) Gekämpft wurde ohne Rücksicht (auch gegen sich selbst)
7.) Der Tod: hatte wenig Schrecken; wenn man fiel, ging man direkt in ASGARD ein; dort würde man in WALHALLA (einer Art Trinkhalle für gefallene Heroes) an ODINS Seite sitzen-sozusagen mit seinen Kumpeln-und würde das tun, was einem Wikinger am meisten Spaß macht: fressen, saufen, kämpfen.
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Quelle: WAS IST WAS, Band 71, Seeräuber.

Mittwoch, 3. September 2014

DER TRAKTAT VOM GEISTLICHEN STREIT (TEIL 6=Ende: 91 v)

91 v: -hait und daz also lang than pis sein gemut mit dysen sorgen und trachtungen also ser betrüebt wirt Daz jm das essen mer ein wi(?) sey dan ein kurz weill: wan daz essen wider werdig ist der keuschait: So sol die selb notturfft der nattur mit angst genumen werden und sollen also an richten unser leben daz wir dort mugen got sehen: daz kain zeit und so vasst von got und von geistlichen dingen zyech (?) als die so wir den leib musen besorgen...uns ist nicht allein ausen (?) zu vorchten wan jn uns selbs ist unser feint beschlossen: So wir den uber winden: so werden wir alle aussere ding krank gen uns und durffen uns von aussen nichts mit fürchten: wenn wir die ding die jn uns also daz wir dem geist untertenig werden: noch hilfft daz nicht daz wir unss von aussen enthalten von dem essen: Die sel vast den von den untuge(n)ten: die sel hab auch ein schedlich essen hinder (?) red ist jr essen: gar suess ist ir essen und ist doch piter der sel---
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Hier endet das Exzerpt vom geistlichen Streit. Der vollständige Text findet sich in CGM 717, 11 (übereinstimmend ab 57 v), vgl. auch "Baumgarten geistlicher Herzen" (cap.14, 17, 16, 13) und Unger, S. 201-207.
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So sei es!

DER TRAKTAT VOM GEISTLICHEN STREIT (TEIL 5: 91 r)

91 r: end der volkumen tugent daz wir uns also hallten zu einer yetlichen speiss so wir den noch gern...Nu spricht manig mensch mam darff mir dar von nit sagen j(?) han nit so vil zu essen wollt got jch m(?)cht es alles essen Der spricht nicht weisslich unser heiligen (?)eter heben vil mynder: und huten sich vast vor untugent: dem leib sol(l) man geben die noturfft daz er der sel müg dienen nicht daz e sy vertruk: und wie klain man dise untugent acht so mag doch volkumen werden ee er sy uber wind Sanct Paulus spricht nemant so erwellt werden e dann er erlich gestreitet: das ist ein erlicher kampff daz ein geistlich mensch streitet und daz er uber wündet und mit dem streit muss man an heben: Nemant mag erlichen streiten der sein aygen fleisch nicht uber wunden hat Der der aber nicht erlich streitet an zweiffel er mag nymer uber winden noch er...die ere (?) und kron des gesigs: von wenn der man uber wunden wirt des knecht ist er von recht: und ist dan daz wir von disem streit uber wunden werden so wir zu hand als die knecht des fleisch mit sch(a)nden vetryben von dem streit alles geistlichen kampffs: Es ist unmüglich daz der voll pauch myg erkennen den kampff des ynnteren (?) menschen und der ist nicht wirdig daz er mit hochem streit an gefochten werd Der von leichtem kampff uber wunden mag werden
Z(um) ersten sollen wir uber winden und vertreiben die geitzigkait des munds und daz gemut rainigen nicht allein mit vasten Sunder auch mit wachen mit der legen (?) und mit steter rewe des herzens: und sol seuffzen von der gross der untugent: und unter weillen sol er entzundet werden von der begerung der volkum-
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Dienstag, 26. August 2014

RITTER JOHANN ZISKA VON TROCNOV UND ANDREAS PROKOP (KATEGORIE "NETTE MENSCHEN")

Andreas Prokop

ZISKA UND PROKOP waren zwei hussitische Heerführer, "denen der Schrecken vorauseilte" (S. Fischer-Fabian):
"Ziska, einäugig seit seinen Jünglingsjahren, nun ganz erblindet durch einen Pfeilschuß, hatte den Terror zum Instrument seiner Kriegsführung gemacht, dabei ganze Städte ausgemordet." Es gab das Sprichwort: "Grausam wie ein Hussite." Man erzählte über die Hussiten, daß ihre wettergegerbte Haut kein Schwert durchdringen könne!
FISCHER-FABIAN schreibt,  Ziska habe angeblich "auf dem Sterbebett verfügt, seine Haut auf eine der Trommeln zu spannen, die zum Angriff geschlagen wurden."-Netter Einfall!
ANDREAS PROKOP, kahlköpfiger Kollege ZISKAS, war, so sagt man, noch schrecklicher!
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S. FISCHER-FABIAN: DER JÜNGSTE TAG. DIE DEUTSCHEN IM SPÄTEN MITTELALTER, Knaur, München 1988, S. 170 f.

GEILER VON KAISERSBERG (+1510) WETTERT GEGEN DIE HÄNDLER


Der Straßburger Prediger Johannes Geiler hielt anscheinend nicht viel von der Spezies der "Koofmichs". "Stets zornig" schimpfte er über sie. Er hielt ihnen vor, daß sie Schuld am Luxus hätten und daß sie "wilde Fetzen" ins Land brächten:
"Sint insonderheit Kauffmannsöhn, die meinen, sie wären Alles weil ihre Väter geld hant, die auff den Straßen stolziren in Kleidunge noch närrischer als die Weiber. Siehest du nit, wie sie sich das Haar büffen und ferben und das gesichte einschmieren?"
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Gefunden bei: S. FISCHER-FABIAN: DER JÜNGSTE TAG: DIE DEUTSCHEN IM SPÄTEN MITTELALTER, Knaur, München 1988, S. 115.

Samstag, 2. August 2014

TRAKTAT VOM GEISTLICHEN STREIT 4

90 v: so versinket er und ist kain teglich sund so leicht die man durch got vermaytet sy (sy) mert die genad und myndert das fegfewr und mert denn lon jm dem himelreich: Aber nemant ist wie liechte (?) augen er hab der von jm selber erkenne die mannigfalltigen list der sunden und untugent: So wollen wir mit der hilff des heiligen geistes von der ler der heiligen ein wenig sagen von der natur und ein wenig ergeney (?) der acht haubt sund von dem ver(?)arung und anderen fluessen (?) alle sund Dar nach wollen wir sagen der ergeney (?) wie man jn sol wider steen und sy uber winden von dem ersten wollen wir sagen von des mundes geitikait wan wider die sollen wir den ersten streit anfachen...dem vasten mügen alle leut nit geleiche regel hallten weill alle leut nit geleiche sterk haben an dem gemut noch an dem leib darumb...ssigt sich ein yetlicher nach seine gr...und art seines leibs wan ein mensch mer bedarff dan der ander. Doch ist unsz (?) allen fur gelegt die regel der kestigung und disz ist ein volkumen end der erhaltung allen leuten: daz der mensch nymer uber laden wird mit kainer speis wan nicht allein die fulhait sunder auch die grosshait des essenns die krenkt daz herz und mit wellicher lay... der laib uberladen wirt da von wechsset jm unkeusch und nicht allein die uber mass des weins macht daz gemut trunken: Sunder daz man ysset mangelay speis und aller maist uber mass des essens macht daz gemut wankeln (?) und beraubet es aller lauterkait des herzens wan auch der mensch nympt die sein krankhait...und nicht sein wollust begert: Essige (?) und gute speis die beraiten den menschen die gesundhait des leibs und benympt nicht lauterkait dem herzen ob sy mit mass genumen werden da von ist daz die aller volkumest lerr der heiligen: daz die krafft des vastens allein lig an der mass des essens und daz ist ein
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TRAKTAT VOM GEISTLICHEN STREIT 3

90 r: und stat starker wider auf Syben mall daz ist mit un(?)iessigkait: mit vergessenheit mit gedanken: mit worten mit werkeren mit verge(?)ung mit not durfft mit plindhait und vergissest deines schopfers: Einen tag oder ein wochen oder ein jar. oder wie lang es ist: Darumb verzag nicht heb an wan du vun...an hebest got ist berait dir zu (?) hellffen: wie dik du auch uber wunden wirst du wi(?)st doch nicht sigloss genant piß daz du den kampff aufgibst und willt nymer streiten aller erst wirstu geurtailt sigloß Nun spricht manig mensch jch ker mich nicht an die horten lere der tugent jch mag es alles nit (mit?) zukumen: got muß mir die genad umb sunst geben jch mag nicht dar nach arbaiten: Also lernt uns nicht die volkumenhait: wer ye zu volkumenhait und zu steter haimligkai gotes kumen ist der muß sich uben an tugenten und mit ernst darnach streiten oder die genad wirt jm nit....für kumet offt einem menschen mit sussigkait ee er wais was tugent ist: daz thut er darumb daz sich der mensch dar nach an...tugenten ube: und thut er daz nit so wirt jm die genad lang nit und kumpt jm die genad fast zu grossem schaden: Es hat nemant so vil genaden daz er die sund sol leicht achten oder clain: wan yetlicher tegliche sund mag todlich werden wan augensting (?) spricht Es ist kain tegliche sund so leicht noch so clain die nit todlich werd so sy dem menschen woll gefellt und jn gelustet da von es sund ist und er umb anders nicht thut dan daz er waiss un gelaubet daz es sund ist und mag auch haubt sund werden begangen do mit won (?) man teglich mit sicherer gewissen thut an willen zu bussen und zu...und jm woll gefellet ymer mer dar jnn zu peleiben und nymer mer rew dar umb zu gewinen Darumb sol man sich ser huten vor teglich sunden wann der mensch kumpet jn die tieff der sunden
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