Diese Seite befasst sich mit dem Mittelalter (Medium Aevum) und hat ihren Schwerpunkt im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (Sacrum Romanum Imperium Nationis Germanicae).
Samstag, 25. Juni 2016
Montag, 6. Juni 2016
KOMOSO-/KOMUSO-MÖNCHE
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| Ein Mönch mit seiner Shakuhachi. |
Bei der Erklärung der Komoso bzw. Komuso-Mönche muss man zuerst auf die unterschiedlichen Bezeichnungen eingehen, die nicht nur eine Aussprachevariation sind.
Komoso bedeutet nämlich "Strohmattenmönch" und Komuso "Priester/Mönch des Nichts". Man geht davon aus, dass die Bezeichnung Komoso die ursprüngliche war und dann mit Ausarbeitung der Weltanschauung in das ähnlich klingende Komuso umgewandelt wurde. Lexikalisch findet man aber bis heute beide Begriffe.
Komuso-Mönche sind Anhänger der Fuke-Sekte und damit der Ideologie des Fuke Zen des japanischen Zen-Buddhismus. Diese Denkrichtung kam ungefähr im 13. Jahrhundert nach Japan.
Fuke Zen stammt von den Lehren des Linji Yixuan ab, eines Zen-Lehrers aus dem China des 9. Jhd.s. Der Name Fuke ist eine Japanisierung des Namens Puhua, der Mitbegründer der Richtung war.
Puhua hatte die Angewohnheit, herumzuwandern und dabei eine Glocke anzuschlagen, um andere Menschen zur Erleuchtung zu bewegen.
In Japan wählte man dazu die Shakuhachi, eine Bambusflöte, die ihrerseits auf chinesische Vorbilder zurückzuführen ist.
Die Komuso-Mönche praktizierten entsprechend keinen Zazen, bei dem die Meditation im Sitzen stattfindet, sondern Suizen, bei dem die Meditation durch das Flötenspiel stattfindet. Suizen bedeutet "blasender Zen". Die Stücke (Honkyoku) bestanden aus präziser Atemkontrolle zur Bewusstwerdung und waren angepasst an die Schrittbewegung des pilgernden Mönches. Denn die Meditation bei den Komuso-Mönchen sollte nicht lokal fixiert stattfinden, sondern auf weite Pilgerdistanzen. Hier zeigen sich also mehrere Unterschiede im Vergleich zum Zazen.
| Pilgergruppe von Komoso/Komuso-Mönchen. |
Während der Sengoku-Periode, dem Zeitalter der Bürgerkriege von 1467 - 1603, war es weit verbreitet, dass Komuso-Mönche mit Korb-Hüten stundenlang an den Straßenecken herumstanden und Flöte spielten oder auf Pilgerpfaden herumwanderten.
Schon unter dem Ashikaga-Shogunat von 1336–1573 wurde die Reise innerhalb Japans sehr stark beschränkt. Die Fuke-Sekte schaffte es jedoch, eine besondere Ausnahme für sich zu erreichen.
Die Mobilität der Komuso-Mönche war damit durchaus von strategischer Bedeutung, so dass verschiedene Mächte, darunter das Shogunat selber sowie Ninja und Ronin (herrenlose Samurai), versuchten, die Möglichkeiten der Sekte für ihre Zwecke auszunutzen. Das brachte die Sekte selber in Verruf. Daher soll es zu regelrechten Echtheits-Tests an Mönchen gekommen sein: Komuso mussten einige Beispiellieder spielen, um zu beweisen, dass sie wirklich zu der Fuke-Sekte gehörten. Konnten sie dies nicht, so wurden sie festgenommen oder hingerichtet.
Noch problematischer wurde die Lage der Komuso-Mönche unter dem Tokugawa-Shogunat, das Japan gewalttätig einigte und dann eine Art absolutistisches Regime errichtete (1603 - 1867). Die Fuke-Sekte hatte in der Bürgerkriegszeit viele Mönche aus versprengten Existenzen rekrutiert, die in den Augen der Regierung verdächtig waren.
Das vorläufige Ende der Fuke-Sekte erfolgte dann aber während der Meiji-Restauration, als die Macht des Tennos gegenüber dem Shogunat massiv gestärkt wurde. Diesmal ging es darum, das inzwischen technologisch rückständige Japan anhand einer starken Zentralmacht zu modernisieren, was durchaus auch militärisch gemeint war.
Relikte des alten Systems wie die Fuke-Sekte störten da, zumal gegen sie immer wieder der Verdacht aufkam, dass sie wieder einmal nicht nur die "Leere" erforscht, sondern sich auch in irdische politische Angelegenheiten eingemischt habe.
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| Historische Zeichnung. |
Freitag, 27. Mai 2016
DIE TREUE DER SACHSEN: CHRISTENTUM=VERRAT AN DEN GÖTTERN UND SICH SELBST!
"Die germanische, die altsächsische Treue, deren Grundbedeutung das kernholzartig Feste ist, setzt die unwandelbare Gesinnung voraus, die Beharrungskraft des Menschen. Sie gehört zu den obersten sittlichen Werten, hat religiöse Bedeutung. Kaum etwas anderes wird in der altgermanischen Dichtung so oft besungen wie die Heiligkeit der Mannestreue. Diese Treue war bei den Sachsen am stärksten ausgeprägt. Sie liegt auch ihrem hartnäckigen Festhalten am Überkommenen zugrunde und ihrem jahrelangen Kampf um den eigenen Glauben: DIE BEKEHRUNG ZUM CHRISTENTUM WAR DEN SACHSEN FAST EIN JAHRHUNDERT LANG GLEICHBEDEUTEND MIT DER UNTREUE GEGEN SICH SELBST."
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HELLMUT DIWALD
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HELLMUT DIWALD
URHEIMAT DER SACHSEN
Nach einer alten Stammessage kamen die Sachsen am Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus mit Schiffen über die Nordsee. Sie landeten auf der linken Seite der Elbmündung bei Hadolaun. Von dort breiteten sie sich aus (Unterelbe, Unterweser, westlich des Flusses Oste, Cuxhaven, Duhner Horn; heute: Land Hadeln, ein fruchtbares Geestland). Dort waren sie mit den Thüringern zusammengestoßen. Die Kämpfe zogen sich jahrelang hin.
Ursprünglich wohnten die Sachsen in Dithmarschen und Holstein.
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HELLMUT DIWALD
Ursprünglich wohnten die Sachsen in Dithmarschen und Holstein.
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HELLMUT DIWALD
DIE NATUR DER SACHSEN: TAPFERKEIT-ZÄHIGKEIT-BEHARREN-REALITÄTSSINN-EIGENSINN-INDIVIDUALITÄT-ALTES RECHT-SITTE-HÄRTE-GRAUSAMKEIT-UNERBITTLICHKEIT-EMPFINDUNGSLOSIGKEIT
"Abgesehen von ihrer Tapferkeit zeichneten sich die Sachsen durch die unerhörte Zähigkeit aus, mit der sie auf dem angestammten Besitz, dem Boden, der Heimat beharrten, ebenso durch ihren Realitätssinn, ihre eigensinnige Individualität, ihr Pochen auf altes Recht und überkommene Sitte. Diese urwüchsigen Tugenden paarten sich mit einer Härte, die vor keiner Grausamkeit zurückschreckte und die ihnen so selbstverständlich wie eine Naturkraft erschien. Die Sachsengestze sind geprägt von Unerbittlichkeit, die Todesstrafe spielt eine ebenso hervorragende wie anscheinend empfindungslos akzeptierte Rolle."
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HELLMUT DIWALD
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HELLMUT DIWALD
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