In dieser kleinen Schrift geht es um den Kampf gegen das Böse: Kriegsziel ist sozusagen, die Welt, das Fleisch und den Teufel zu überwinden, was ja bekanntlich alles andere als "easy" ist.
Gegen diese drei Feinde soll man drei Freunde um sich sammeln (Sinne, Begierden, Gedanken). Auch bedarf man der Ritter Gottes und seiner Kämpfer. Doch wer kämpft, empfängt auch Schläge und Wunden.
Über die Abkehr von der Welt hat der Autor schon vorher geschrieben. Wo?).
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daz=das!
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fol. 89 r: wann du der welt wider gesagt hast als wir vor gelert haben und dem fleisch und dem teuffel so solt du wissen das auch sy sich wider dich seczen mit feintlichem kampf...
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Der Teufel schlägt also zurück! Er widersetzt sich (fast möchte man sagen in Notwehr).
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da von solt du gen (=gegen) disen dreyen feinten besameln drey freint in geordent schar: das sind alle dein sinn alle dein begird alle dein gedank gen in (=gegen ihn) zu vechten...so bedarffest du wol gottes ritter und sein kempfer...
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Damit soll man sich "befestigen"/ oder: sich darauf verstehen (?). Ein Ritter, der nicht fechten kann/ schlecht fechtet (oder sagt man "ficht"?), empfängt große Wunden:
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das du dich allso vestest/ verstest wan wellicher riter verkenet (=kann nicht ?) vechten will (?) der entpfeht manige grosse wunden und schlag...
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Erstens soll dein Helm die Gottesfurcht und Hoffnung sein:
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zu dem ersten sol dein helm sein die gotes vorcht und hoffnung das du nymermer verzweiffelst sunder...mit starkem herzen vechten und mit ganzer zuversicht...
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Es folgt eine dunkle Stelle und eine Art Aufruf, der anscheinend Mut machen soll:
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...an ruefft von herzen auch spricht er selber zu allen den die in streit sind gehabt euch wol ich han die wellt uberwunden ir miget sy auch uberwinden wan ich pin mit euch...ich wil euch wider erlossen (=erlösen)...
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Den Rest der Seite kann ich nicht richtig lesen: Es geht u.a. darum, daß einem Gott, seine Heiligen und die Engel in diesem Streit beistehen ("die sind da pey dir zu helffen und alle heiligen enge(l)n...).
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Die ganze Schlußpassage ist mir völlig unverständlich: Ich erkenne lediglich, daß man einfältig im Glauben sein soll ("ganz einfeltiger gelauben").
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Diese Seite befasst sich mit dem Mittelalter (Medium Aevum) und hat ihren Schwerpunkt im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (Sacrum Romanum Imperium Nationis Germanicae).
Freitag, 7. September 2018
Mittwoch, 5. September 2018
FREIBURG, HS 215: EINFALT ALS TUGEND!
Die Universitätsbibliothek Freiburg besitzt eine Sammelhandschrift, in der sich eine kleine Abhandlung "Von der Einfalt" befindet (HS 215, 135 r-144 v). Der Text stammt aus dem 16. Jh.: "...schene ler von einvaltigkait SALOMON sprycht wer do ain veltigklichen wandlet der wandlett zuo verschtiklichen oder sicher(er)...": schöne Lehre von der Einfalt Salomon spricht, wer einfältig wandelt, der wandelt zuversichtig oder sicher(er)..."
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Der Mensch früherer Zeiten war durch die Bank von schlichtem Gemüte, was aber nicht negativ empfunden wurde, ganz im Gegenteil! Der Einfältige ist in seiner sancta simplicitas gottgefällig und er bewahrt sich durch seine Einfalt davor, in die Welt mit ihren oft gefährlichen Händeln verstrickt zu werden.
Heute dagegen will man schlau, clever, smart, "abgezockt", "hip", "stylish" sein, und dergleichen Greuel mehr. Was ist nun besser?
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Der Mensch früherer Zeiten war durch die Bank von schlichtem Gemüte, was aber nicht negativ empfunden wurde, ganz im Gegenteil! Der Einfältige ist in seiner sancta simplicitas gottgefällig und er bewahrt sich durch seine Einfalt davor, in die Welt mit ihren oft gefährlichen Händeln verstrickt zu werden.
Heute dagegen will man schlau, clever, smart, "abgezockt", "hip", "stylish" sein, und dergleichen Greuel mehr. Was ist nun besser?
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PREDIGT VOM GEISTLICHEN LEBEN UND STERBEN: DER TOD UND DIE ABLÖSUNG DER SEELE
Die Berliner Staatsbibliothek besitzt eine Sammelhandschrift (ms. germ. quart. 171 (?)), die eine Schrift über das geistliche Leben und Sterben enthält. In dieser Abhandlung finden sich einige interessante Gedanken darüber, wie sich die Seele vom Körper löst.
fol. 210 r: "Diß ist ein ler von geistlichen leben und sterben der heidensche maister ARISTOTILES der sprichet... (der Sinn der Stelle ist äußerst kryptisch; ich konnte mir keinen Reim darauf machen; vielleicht hat ja ein anderer eine Eingebung (superno dono), ich leider nicht!). Es geht darum, daß Gott alles "gewircket" (=geschaffen) hat, daß die Kunst der Natur folgt, soweit sie vermag, daß sie nach dem Bild des Menschen arbeitet, ein Vögelein in der Kunst nach einem Vögelein in der Natur gestaltet wird. Jetzt kommt ein harter Übergang: "also geistlichen sprich ich suellen wir ersterben be(j) allem den (dem ?) das got nit ist" (man soll allem ersterben, was nicht Gott ist, also sozusagen "tot" für diese Dinge sein); das muß noch bei Zeiten geschehen ("das muoz ouch geschehen noch by zeithen als SANT PAULUS sprichet"). Zitate von JOHANNES und GREGOR; bei letzterem geht es um das Wahrnehmen von Menschen, wodurch sie oder wir in der Tungend zunehmen (Sinn unklar).
fol. 210 v: Wieder geht es um die Imitatio Christi, der für uns gelebt hat und gestorben ist ("ich wil jme ouch leben er ist mir erstorben...an dem crutze"=ich will auch für ihn leben, er ist für mich gestorben... am Kreuz). BERNHARD VON CLAIRVAUX spricht: Der Mensch kann nicht sicher leiblich sterben, wenn er nicht vorher geistlich gestorben ist ("der mönsche mag nit wolle (=wohl) sicher liplich sterben er sy den vor (=es sei denn, daß er vorher) wol geistlichen erstorben" (=richtig geistlich gestorben ist).
"es war ein frog under naturlichen meistern was ist der tot...": es war (gab) eine Frage (einen Disput; eine quaestio) unter den "natürlichen Meistern" (=Naturphilosophen; heidnische Philosophen), was der Tod sei...
"einer sprach der dot ist ein zer zerren (sic!) naturliches bandes": der Tod ist ein Außeinanderzerren des natürlichen Bandes".
"das das scheidet sel und lip": das die Seele vom Leib scheidet.
"also wirt wol sehen daz die sele nit gerne scheidet von dem libe": also wird gut gesehen (daran kann man gut sehen), daß sich die Seele nicht gerne vom Leib scheidet (trennt).
"sü flühet von eim glide in das ander bistz zuo dem hindersten in das hertze": sie flieht von einem Glied zum anderen bis zu dem hindersten in das Herz.
"das ist das erste das das leben enpfohet": das ist das erste, das das Leben empfängt (Sinn ?).
"und das -?- do stürbet: und das sterbe (Sinn ?).
"die sele scheidet ungern wan sü nit entweiß obe sü got würdig sü": die Seele scheidet ungern, weil sie nicht weiß, ob sie Gottes würdig sei.
"durch liebe oder durch Hass und weiß nit wie sü würt geurtei(l)t (geurtelt ?)": durch Liebe oder Haß und sie weiß nicht wie sie beurteilt wird.
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fol. 210 r: "Diß ist ein ler von geistlichen leben und sterben der heidensche maister ARISTOTILES der sprichet... (der Sinn der Stelle ist äußerst kryptisch; ich konnte mir keinen Reim darauf machen; vielleicht hat ja ein anderer eine Eingebung (superno dono), ich leider nicht!). Es geht darum, daß Gott alles "gewircket" (=geschaffen) hat, daß die Kunst der Natur folgt, soweit sie vermag, daß sie nach dem Bild des Menschen arbeitet, ein Vögelein in der Kunst nach einem Vögelein in der Natur gestaltet wird. Jetzt kommt ein harter Übergang: "also geistlichen sprich ich suellen wir ersterben be(j) allem den (dem ?) das got nit ist" (man soll allem ersterben, was nicht Gott ist, also sozusagen "tot" für diese Dinge sein); das muß noch bei Zeiten geschehen ("das muoz ouch geschehen noch by zeithen als SANT PAULUS sprichet"). Zitate von JOHANNES und GREGOR; bei letzterem geht es um das Wahrnehmen von Menschen, wodurch sie oder wir in der Tungend zunehmen (Sinn unklar).
fol. 210 v: Wieder geht es um die Imitatio Christi, der für uns gelebt hat und gestorben ist ("ich wil jme ouch leben er ist mir erstorben...an dem crutze"=ich will auch für ihn leben, er ist für mich gestorben... am Kreuz). BERNHARD VON CLAIRVAUX spricht: Der Mensch kann nicht sicher leiblich sterben, wenn er nicht vorher geistlich gestorben ist ("der mönsche mag nit wolle (=wohl) sicher liplich sterben er sy den vor (=es sei denn, daß er vorher) wol geistlichen erstorben" (=richtig geistlich gestorben ist).
"es war ein frog under naturlichen meistern was ist der tot...": es war (gab) eine Frage (einen Disput; eine quaestio) unter den "natürlichen Meistern" (=Naturphilosophen; heidnische Philosophen), was der Tod sei...
"einer sprach der dot ist ein zer zerren (sic!) naturliches bandes": der Tod ist ein Außeinanderzerren des natürlichen Bandes".
"das das scheidet sel und lip": das die Seele vom Leib scheidet.
"also wirt wol sehen daz die sele nit gerne scheidet von dem libe": also wird gut gesehen (daran kann man gut sehen), daß sich die Seele nicht gerne vom Leib scheidet (trennt).
"sü flühet von eim glide in das ander bistz zuo dem hindersten in das hertze": sie flieht von einem Glied zum anderen bis zu dem hindersten in das Herz.
"das ist das erste das das leben enpfohet": das ist das erste, das das Leben empfängt (Sinn ?).
"und das -?- do stürbet: und das sterbe (Sinn ?).
"die sele scheidet ungern wan sü nit entweiß obe sü got würdig sü": die Seele scheidet ungern, weil sie nicht weiß, ob sie Gottes würdig sei.
"durch liebe oder durch Hass und weiß nit wie sü würt geurtei(l)t (geurtelt ?)": durch Liebe oder Haß und sie weiß nicht wie sie beurteilt wird.
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CGM 800: AUSLEGUNG DER BENEDIKTINERREGEL
fol. 2 r: "Hie hebt sich an ain auslegung oder ain kurcze ermanung uber die regel des heiligen heren und vater SAND BENEDICTEN"
Der Text beginnt mit einer Anrede an die "lieben Brüder im Geiste", die diese böse Welt verschmähen wollen: "Eya ir aller liebsten prueder oder alle die dise welt begeren zw (lies: zu; zuo ?) verschmaechen und ir hercz und gemuett auff zw gott wellen erheben".
Diese sollen-alle mal herhören-"die Ohren des Herzen" zu der Lehre hinneigen: "naygt die oren eurs herczen zw der ler der regel unsers heiligen vaters SAND BENEDICTEN".
Darin steht alles, was man als Mönch so braucht: "in dem man an (=ohne) zweifell wirt finden alles das zw ainen volkumen leben oder geistlicher ordnung fuedert (=fördert; hilft, vorwärts bringt) und durch-?-pringt...".
Man soll bedenken, "wie gar lieblich er euch ermant...suessiglich...und spricht textus 'ausculta o fili' verhör kindt die gepot des maisters und naig das or deines herczen und entpfach geren oder lieblich die manung (?) des millten oder guetigen vaters und erfüll das mit der arbait der gehorsam von dem du geschaide(n) warst mit der trackhait oder verlassenhait der ungehorsamikait glosa (?)..." (also: die Ermahung=gar lieblich und honigsüß: höre, Sohn, höre, Kind, die Gebote des Meisters und neige das Ohr deines Herzen und empfange gerne oder in Liebe die Ermahnung des milden bzw. gütigen Vaters und erfülle dies mit der Arbeit (Mühe) des Gehorsams, von dem du geschieden warst durch die Trägheit oder Verlassenheit des Ungehorsams...".
Durch diese Worte sollen wir ermahnt werden, dem Herrn nachzufolgen: "ob wir warlichen nach volgen dem leben und der ler unsers heres Jhesu Christi"
(=imitatio Christi).
Diesem ist BENEDICTUS nachgefolgt, und zwar total: "dem völliklich nach hat geuoll(g)t der heilig vater SAND BENEDICT".
---
fol. 2 v: Niemand kommt zu einem vollkommenen Leben ohne ihn. Durch Haltung der Gebote erben oder erwerben wir das ewige Leben: "so söllen wir fleissiklich halten seine gepot in den wir an (=ohne) zweifell das ewig leben erberben". Diese Mahnung soll nicht "an nücz ergen (=ergehen) und an...erlüstung (=Lust, Freude)". Ziel ist, "das sy dann mit -?- begir unuerdrossenlich und an alle versaumnus sich werden üben in güeten wercken" (daß sie sich mit -?-Begierde unverdrossen und ohne alle Versäumnis in guten Werken üben). Und: "zw (lies: zu; zuo) gote keren von dem sy abgeschaiden waren" (und sich zu Gott kehren von dem sie abgeschieden waren) "mit der trackhait irs ungehorsamen herczen das der welt lieb zw mal pöß gemacht het" (mit der Trägheit ihres ungehorsamen Herzen, das die Liebe zur Welt gänzlich (gar sehr) böse gemacht hat), und zwar "in söllicher weis das im kain geistlich ding nit möcht völlicklich gelieben (?)" (also in solcher Weise, daß ihm kein geistliches Ding beliebt zu tun; gefällt; oder: geblieben ist (?); kurzum: keine Lust auf geistliche Dinge!). THOMAS VON AQUIN wird als Autorität zitiert: Nicht alles was in der Regel steht, ist als Gebot zu verstehen ("das nicht alle ding die in der regel gehalten (=eingehalten) werden sind begriffen in gepocz weis"), "also zw veste ob etwer ir ettlichs überging das man nicht möcht gesprechen das er töttlich het gesundt" (also zu fest so daß, obwohl jemand von ihr (der Regel) einiges überging, man aber nicht sprechen möchte, daß er tödlich gesündigt hätte); "und da von soll man mercken das ettliche ding in der regel gehören vöderlichen zw den wesenlichen dingen des ordens" (und daran soll man bemerken, daß etliche Dinge in der Regel vorzugsweise zu den wesentlichen Dingen des Ordens gehören).-
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(...)
Der Text beginnt mit einer Anrede an die "lieben Brüder im Geiste", die diese böse Welt verschmähen wollen: "Eya ir aller liebsten prueder oder alle die dise welt begeren zw (lies: zu; zuo ?) verschmaechen und ir hercz und gemuett auff zw gott wellen erheben".
Diese sollen-alle mal herhören-"die Ohren des Herzen" zu der Lehre hinneigen: "naygt die oren eurs herczen zw der ler der regel unsers heiligen vaters SAND BENEDICTEN".
Darin steht alles, was man als Mönch so braucht: "in dem man an (=ohne) zweifell wirt finden alles das zw ainen volkumen leben oder geistlicher ordnung fuedert (=fördert; hilft, vorwärts bringt) und durch-?-pringt...".
Man soll bedenken, "wie gar lieblich er euch ermant...suessiglich...und spricht textus 'ausculta o fili' verhör kindt die gepot des maisters und naig das or deines herczen und entpfach geren oder lieblich die manung (?) des millten oder guetigen vaters und erfüll das mit der arbait der gehorsam von dem du geschaide(n) warst mit der trackhait oder verlassenhait der ungehorsamikait glosa (?)..." (also: die Ermahung=gar lieblich und honigsüß: höre, Sohn, höre, Kind, die Gebote des Meisters und neige das Ohr deines Herzen und empfange gerne oder in Liebe die Ermahnung des milden bzw. gütigen Vaters und erfülle dies mit der Arbeit (Mühe) des Gehorsams, von dem du geschieden warst durch die Trägheit oder Verlassenheit des Ungehorsams...".
Durch diese Worte sollen wir ermahnt werden, dem Herrn nachzufolgen: "ob wir warlichen nach volgen dem leben und der ler unsers heres Jhesu Christi"
(=imitatio Christi).
Diesem ist BENEDICTUS nachgefolgt, und zwar total: "dem völliklich nach hat geuoll(g)t der heilig vater SAND BENEDICT".
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fol. 2 v: Niemand kommt zu einem vollkommenen Leben ohne ihn. Durch Haltung der Gebote erben oder erwerben wir das ewige Leben: "so söllen wir fleissiklich halten seine gepot in den wir an (=ohne) zweifell das ewig leben erberben". Diese Mahnung soll nicht "an nücz ergen (=ergehen) und an...erlüstung (=Lust, Freude)". Ziel ist, "das sy dann mit -?- begir unuerdrossenlich und an alle versaumnus sich werden üben in güeten wercken" (daß sie sich mit -?-Begierde unverdrossen und ohne alle Versäumnis in guten Werken üben). Und: "zw (lies: zu; zuo) gote keren von dem sy abgeschaiden waren" (und sich zu Gott kehren von dem sie abgeschieden waren) "mit der trackhait irs ungehorsamen herczen das der welt lieb zw mal pöß gemacht het" (mit der Trägheit ihres ungehorsamen Herzen, das die Liebe zur Welt gänzlich (gar sehr) böse gemacht hat), und zwar "in söllicher weis das im kain geistlich ding nit möcht völlicklich gelieben (?)" (also in solcher Weise, daß ihm kein geistliches Ding beliebt zu tun; gefällt; oder: geblieben ist (?); kurzum: keine Lust auf geistliche Dinge!). THOMAS VON AQUIN wird als Autorität zitiert: Nicht alles was in der Regel steht, ist als Gebot zu verstehen ("das nicht alle ding die in der regel gehalten (=eingehalten) werden sind begriffen in gepocz weis"), "also zw veste ob etwer ir ettlichs überging das man nicht möcht gesprechen das er töttlich het gesundt" (also zu fest so daß, obwohl jemand von ihr (der Regel) einiges überging, man aber nicht sprechen möchte, daß er tödlich gesündigt hätte); "und da von soll man mercken das ettliche ding in der regel gehören vöderlichen zw den wesenlichen dingen des ordens" (und daran soll man bemerken, daß etliche Dinge in der Regel vorzugsweise zu den wesentlichen Dingen des Ordens gehören).-
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Donnerstag, 30. August 2018
HINWEIS: ARMINIUSCHERUSCUS2.@BLOGSPOT. COM
Dort befinden sich weitere Traktate mit "vil gutter ler"!
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CGM 4597: ABKEHR VON DER WELT: EINIGE ZITATE (TEIL 3)
91 v: "entplossen der weltliche lust und freude"-"als dann der weltlichen und torenden menschen awß red ist den alles ze swär ist was got zu gehort".
92 r: "und sein in ainem augenblick gefaren zu der hell"-"hie ist peliben ir fleisch den würmen zu ainer speiß"-"doch is is seel zu geaignet den hellischen pein nicht ist peliben von ir dan aschen und stawb"-"was nucz hat in gepracht dy eitel ere diser welt, die kurcz freud dy hochmutigung der welt dy fleischlech begier der falsch reichtumb das groß gesinde".
91 v: "Johanneß mit dem gulden mund...beseche man nu aller der greber dy hie in -?- hochfertigen und snoden leben ir zeit verzert"-"ob ettwaß sey bej jn beliben das jn hat nachgefolgt das ist reichtumb schäcz unlawtikait
93 r: oder hochfart"-"auch ire klaider damit sie sich geziert haben dem menschen zu wolgefallen wo sind hin kommen ir knecht die in nachvolgten mit hofieren tanczen und springen wo ist der dasigen freud alle hin kommen"-"nichts findt man bey jn dan aschen stawb und wurmer den sie ir snodß fleisch haben beraittet"-"und mag dir und mueß alleß widerfaren wann du pist ain mensch von luem und kot von dem erdtrich pist du und lebste da von und kumbst wider dar ein"
93v: "die weil und zeit dir nit wyssent"-"ist vielleicht heut oder morgen".-
95 r: "alß ich arme tochter an het gefangen das ich wart ain tochter der tewfel und war vill bekümert mit awß wendigen dingen alß nach forschen weltlichen sachen und het kain begier zu an dachtigen wercken"-"und eytel was got zu gehoert ich het weltliche lieb gen den menschen darumb mangelt in der gottes"-"darumb beleib ich eytel und wart berawpt des trostes gotz"-"ich het ain wolgefallen an mir selb dar umb war ich o süsser got von dir geschaiden"
96 v: "darumb pelaib ich mir unbekannt".
96 r: "in dem ist doch geschriben der willen gottes und ewrer sel hayl und das ewig leben ist das ir das volpringen als got das von ainem yglichen menschen haben will"-"da er spricht will du gan in die hymel so behalt die gepot"-"wie doch das sy ain faltig und slecht ist so mag doch ain diemitigs hercz vill gutes und besserung dar aws nemen und ziehen".---
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92 r: "und sein in ainem augenblick gefaren zu der hell"-"hie ist peliben ir fleisch den würmen zu ainer speiß"-"doch is is seel zu geaignet den hellischen pein nicht ist peliben von ir dan aschen und stawb"-"was nucz hat in gepracht dy eitel ere diser welt, die kurcz freud dy hochmutigung der welt dy fleischlech begier der falsch reichtumb das groß gesinde".
91 v: "Johanneß mit dem gulden mund...beseche man nu aller der greber dy hie in -?- hochfertigen und snoden leben ir zeit verzert"-"ob ettwaß sey bej jn beliben das jn hat nachgefolgt das ist reichtumb schäcz unlawtikait
93 r: oder hochfart"-"auch ire klaider damit sie sich geziert haben dem menschen zu wolgefallen wo sind hin kommen ir knecht die in nachvolgten mit hofieren tanczen und springen wo ist der dasigen freud alle hin kommen"-"nichts findt man bey jn dan aschen stawb und wurmer den sie ir snodß fleisch haben beraittet"-"und mag dir und mueß alleß widerfaren wann du pist ain mensch von luem und kot von dem erdtrich pist du und lebste da von und kumbst wider dar ein"
93v: "die weil und zeit dir nit wyssent"-"ist vielleicht heut oder morgen".-
95 r: "alß ich arme tochter an het gefangen das ich wart ain tochter der tewfel und war vill bekümert mit awß wendigen dingen alß nach forschen weltlichen sachen und het kain begier zu an dachtigen wercken"-"und eytel was got zu gehoert ich het weltliche lieb gen den menschen darumb mangelt in der gottes"-"darumb beleib ich eytel und wart berawpt des trostes gotz"-"ich het ain wolgefallen an mir selb dar umb war ich o süsser got von dir geschaiden"
96 v: "darumb pelaib ich mir unbekannt".
96 r: "in dem ist doch geschriben der willen gottes und ewrer sel hayl und das ewig leben ist das ir das volpringen als got das von ainem yglichen menschen haben will"-"da er spricht will du gan in die hymel so behalt die gepot"-"wie doch das sy ain faltig und slecht ist so mag doch ain diemitigs hercz vill gutes und besserung dar aws nemen und ziehen".---
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CGM 4597: ABKEHR VON DER WELT (TEIL 2)
95: Die Autorin bezeichnet sich an dieser Stelle als Tochter des Teufels, als sie angefangen hatte. Sie habe sich auch viel um äußere Dinge gekümmert, ging weltlichen Dingen nach, hatte aber kein Streben nach Andacht. Sie sei faul darin gewesen, was Gott angeht, hatte weltliche Liebe gegenüber den Menschen, weswegen es ihr an Liebe gegen Gott mangelte. Da sie oft im Kreatürlichen etwas suchte, blieb sie im Zusatnd der Eitelkeit und Nichtigkeit.
fol. 95 v: Die Gebrechen der Menschen kannte sie besser als die eigenen und daher blieb sie sich unbekannt. In allen ihren Worten und Werken war sie ungeordnet, weswegen ihr Herz auf vielfältige Weise betrübt war und hart. Sie bezeichnet ihre Rede als überflüssig! Die Adressatin soll durch dieses Schreiben von Gott ermahnt werden, ihm zu dienen und ihn lieb zu haben. Deshalb solle sie es mit Geduld lesen.
fol. 96 r: Das Seelenheil hängt davon ab, daß man das tut, was Gott von einem will. Wenn man in den Himmel gehen will, so muß man die Gebote Gottes einhalten. Die Schreiberin sagt, daß sie sich bewußt sei, nichts Besonderes zu schenken, doch auch wenn ihre Gabe einfältig und gering sei, so könne doch ein demütiges Herz viel Gutes und Besserung daraus gewinnen.-
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fol. 95 v: Die Gebrechen der Menschen kannte sie besser als die eigenen und daher blieb sie sich unbekannt. In allen ihren Worten und Werken war sie ungeordnet, weswegen ihr Herz auf vielfältige Weise betrübt war und hart. Sie bezeichnet ihre Rede als überflüssig! Die Adressatin soll durch dieses Schreiben von Gott ermahnt werden, ihm zu dienen und ihn lieb zu haben. Deshalb solle sie es mit Geduld lesen.
fol. 96 r: Das Seelenheil hängt davon ab, daß man das tut, was Gott von einem will. Wenn man in den Himmel gehen will, so muß man die Gebote Gottes einhalten. Die Schreiberin sagt, daß sie sich bewußt sei, nichts Besonderes zu schenken, doch auch wenn ihre Gabe einfältig und gering sei, so könne doch ein demütiges Herz viel Gutes und Besserung daraus gewinnen.-
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