Donnerstag, 16. Juli 2015

DIE PIKTEN FREUEN SICH "IN GEMEINSCHAFT MIT DER GANZEN KIRCHE DES BESITZES DER WAHRHEIT"

Dies meint ein gewisser BEDA VENERABILIS in seiner Kirchengeschichte. Auch hätten die Schotten "nicht List noch Trug im Schilde gegen das Volk der Angeln. Die "lieben" Pikten und die "guten" Schotten, alles liebe Schäflein der Kirche. In seinem Buch gibt BEDA auch einen Abriß seines langweiligen Lebens. Dieses habe sich "ausschließlich im Kloster und über den Büchern" abgespielt. Anstelle einer Biographie findet sich folglich eine Bibliographie gelesener und benutzter Werke!
Die Pikten und Schotten, "alles nette Lüt"!
-Das kommt davon, wenn man so lebt, dann glaubt man so einen Blödsinn.
Immerhin erfährt man auch Wissenswertes, daß z.B. Schottland in vier Reiche geteilt war (Dalriada (Nordwesten),das Reich der keltischen Skoten, die aus Irland kamen (bis zum Firth of Clyde), das Reich der Pikten (Hauptstadt Scone; östlich davon), das Königreich Strathclyde (im Süden).
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Quelle: HERMANN SCHREIBER: DIE GESCHICHTE SCHOTTLANDS.
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BEDA des Ehrwürdigen Kirchengeschichte der Angelsachsen, Schaffhausen 1866.





Sonntag, 28. Juni 2015

E. KANTOROWICZ: KAISER FRIEDRICH II., BERLIN 1928

Nach FISCHER-FABIAN die beste Biographie über FRIEDRICH II.!
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weitere Lit.:
K. PFISTER: Kaiser Friedrich II., München 1943.
H. Nette: Friedrich II. von Hohenstaufen, Hamburg 1975.
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SALIMBENE VON PARMA: Chronik, bearb. v. A. DOREN, Leipzig 1914.
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FRIEDRICH II (FRÜHE JUGEND): NACH S. FISCHER-FABIAN

S. FISCHER-FABIAN behandelt FRIEDRICH II im 12. Kapitel seines hervorragenden sowie gut lesbaren Buches "DIE DEUTSCHEN CÄSAREN,TRIUMPH UND TRAGÖDIE DER KAISER DES MITTELALTERS".
Das Kapitel trägt die Überschrift: "FRIEDRICH II.-IMPERATOR, GOTT UND ANTICHRIST.
Incipit: "Sie nannten ihn Federico, die Gassenjungen von Palermo, lachten ihn aus wegen seiner rotblonden Locken, und wenn er ihnen sagte, daß er ein König sei, lachten sie noch mehr und stoben auseinander, weil er sich in rasendem Jähzorn auf sie stürzte."
Einflußreiche Männer seiner Umgebung-darunter Barone, Ritter, Emire, päpstliche Legate (!)-hatten ihm alles genommen. Sizilische Familien fütterten ihn durch.
"Herumgestoßen, ausgenutzt, von niemanden wirklich geliebt, ohne Eltern, so wuchs er auf, und je älter er wurde, um so gefährlicher wurde sein Leben, denn wer ihn besaß, besaß die Krone Siziliens."
Als der TRUCHSESS MARKWARD VON ANNWEILER, "einer der Haudegen HEINRICHS VI.", die Stadt eroberte, floh FRIEDRICH in den Palast, wurde aber verrraten. Schon früh zeigte er, was in ihm steckte. Einen seiner Verfolger sprang er an und biß ihm in den Arm.
Seinen rätselhaften Charakter führt FISCHER-FABIAN auch auf jene Zeit zurück, "da er nicht sagen durfte, was er dachte, und nicht sein konnte, wie er war."
Mit 14 war er rechtens König von Sizilien und wurde vom Papst mit KONSTANZE VON ARAGON verkuppelt, die bereits 25 Jahre alt war. Sie brachte 500 Ritter mit, die aber von einer Seuche dahingerafft wurden. Dann kreuzte OTTO IV. mit einem Heer auf. FRIEDRICH wollte sich schon per Schiff absetzen, da zog sich OTTO urplötzlich wieder zurück. OTTO IV., der ein Unsympath war und an Hurenhäusern verdiente, war nämlich vom Papst gebannt worden, aber nicht wegen der Puffs!-In dieser Situation erhielt FRIEDRICH von ANSELM VON JUNGINGEN  "im Namen der Fürsten ein Angebot, nach Deutschland zu kommen, 'die Krone dieses Reiches gegen den Feind deines Hauses zu behaupten'".
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Auf geht's!



Samstag, 13. Juni 2015

DER "SPIEGEL" 20/ 2005: DIE NIBELUNGEN-AUF DEN SPUREN DER DEUTSCHEN SAGE

DIE SPUR DES DRACHEN: "Gab es einen echten Siegfried? Liegt der Schatz der Nibelungen in einem Berliner Museum? Forscher suchen nach einem historischen Kern des Lindwurm-Epos. Ihr Verdacht: Der Sagenheld ist idenisch mit Hermann dem Cherusker, der vor 2000 Jahren das militärische Ungeheuer Rom herausforderte."
Die Forscher stellen sich die Frage: "Enthalten die Nibelungen eine verwackelte hstorische Botschaft?"
Hinter dem Kampf mit dem Drachen soll sich die Schlacht im Teutoburger Wald verbergen bzw, "symbolisch spiegeln" (9. n. Chr,), in der die Römer gegen eine Koalition von Cheruskern und anderen germanischen Stämmen kämpften und unterlagen.
OTTO HÖFLER:
"Exakt diese Auseinandersetzung soll sich im Drama vom Lindwurm symbolisch Spiegeln. Über Abgründe der Schriftlosigkeit 'zersungen' von den Spielleuten,"
 Damals gingen die 17., 18. und 19. Legion unter. Der Kommandeur (Legatus) der Römer, QUINTILIUS VARUS, stürzte sich in sein Schwert.
ARMINIUS=HERMANN DER CHERUSKER (vermutlich hieß er gar nicht so; wahrscheinlich begann sein Name mit der Vorsilbe "Segi-" o.ä., da viele seiner Verwandten diesen Namensbestandteil in ihrem Namen trugen, z.B. Segimer, Segestes usw.=SIEGFRIED
1.) Er killt im Nibelungenlied die "funkelnde Schange"=Heer des Varus auf dem Marsch, von Metall blitzend
2.) Der Drache trägt einen "Schreckenshelm"=Helm der Römer? (AdV.)-In seinem Hort befinden sich Schwert und Brustpanzer:=Beute der Germanen!
3.) die Tarnkappe Siegfrieds: Arminius blieb meistens für die Römer unsichtbar (Partisanenkampf; Meiden der offenen Feldschlacht)
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Der Artikel geht noch weiter und ist überaus interessant.


Montag, 25. Mai 2015

HATTO, THE NICE BISHOP

WIDUKIND VON CORVEY berichtet: HATTO war-sua aetate- der einflußreichste Kleriker im Ostfrankenreich. Er war äußerst gerissen, doch hatte er keine Vernunft, lediglich deren Imitation. Als KÖNIG KONRAD den HERZOG HEINRICH ausschalten wollte, fiel seine bevorzugte Wahl sofort auf HATTO.
Einmal schwor HATTO dem Babenberger ADALBERT, daß er ihn entweder mit KONRAD versöhnen oder ihn wieder unverletzt auf seine Burg zurückbringen würde. ADALBERT bot dem Bischof einen Imbiß an, doch der lehnte ab. Die Zeit dränge, man müsse aufbrechen. Unterwegs gab der Bischof vor, doch Hunger zu haben. Also ging man zur Burg zurück. Da er ADALBERT unversehrt auf die Burg zurückgebracht hatte, glaubte HATTO, von seinem Eid entbunden zu sein. Man bricht erneut auf. ADALBERT wird vor den König gebracht und hingerichtet.
WIDUKIND: "Gibt es etwas Schändlicheres als eine solche Unehrlichkeit? Und doch wurde durch die Hinrichtung dieses einen Mannes das Leben so vieler Menschen erhalten. Was wäre also noch zweckmäßiger gewesen als dieser hinterlistige Rat Hattos, der den Zwist aus der Welt schaffte und den Frieden wiederherstellte?"
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Liebe deinen Nächsten! Amen.
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Nach: HELLMUT DIWALD: HEINRICH DER ERSTE. DIE GRÜNDUNG DES DEUTSCHEN REICHES.




Donnerstag, 14. Mai 2015

UNGARNEINFALL DES JAHRES 909

Am 30. Juli anno 909 schauten die Horden der Magyaren im bayerischen Freising vorbei, "but not to just say hello". Das Reitervolk aus der Steppe, allesamt arge Heiden, die unseren Herrn Jesus nicht lieb hatten, hausten in der Stadt gar jämmerlich. H. DIWALD spricht von einem "unerwarteten Sonntagsvergnügen", das die Ungarn den Bewohnern von Freising bereiteten. Anscheinend ohne Sinn für sakrale Architektur, brannten sie zwei Kirchen nieder, doch blieb die Kathedrale auf wundersame Weise unversehrt.

Wie war dies möglich?-Einzige vernünftige und logische Erklärung: Der Herr hatte die Heiden entweder mit Blindheit geschlagen oder die Kathedrale durch einen Nebel unsichtbar gemacht. Das leuchtet ein. So muß es gewesen sein.- Credo, quia absurdum!

Am 4. August war dann der Spuk vorbei.

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Gefunden bei: HELLMUT DIWALD: HEINRICH DER ERSTE.

Zu den Ungarneinfällen von 909: ANNALES ALAMANNICI.

Samstag, 9. Mai 2015

FEROCITAS ATROCITASQUE SAXONUM (WILDHEIT UND TROTZ DER SACHSEN)

EINHARDUS MONACHUS, minima statura, sed magno ingenio, liber praeclarus de VITA CAROLI MAGNI scripsit (composuit).

Der Mönch Einhard, von sehr geringer Statur, doch von großer Begabung, schrieb (verfaßte) ein hochberühmtes Buch über das Leben von Karl dem Großen.

Quo in libro SAXONES natura feroces, paganos, legibus carentes (legibus solutos), effrenatos (liberos, solutos) nominat.

In diesem Buch nennt er die Sachsen von Natur aus wild, der Gesetze entbehrend (ohne Gesetze, gesetzlos), zügellos.

OROSIUS presbyter in libro suo de historia mundi scribit de fortitudine terribili Saxonum.

Der Priester Orosius schreibt in seinem Buch über die Geschichte der Welt von der schrecklichen Tapferkeit (Verwegenheit) der Sachsen.

TACITUS in illo libro dicit (dixit), qui "Germania" inscribitur, virtutes Germanorum maxime Saxonibus inesse velut fortitudinem itemque eos semper ad arma paratos fuisse.

Tacitus sagt in jenem (berühmten) Buch, das den Titel "Germania" trägt, daß die Tugenden der Germanen besonders in den Sachsen innewohnen würden wie z.B. die Tapferkeit und ebenso, daß diese immer bereit zu den Waffen waren (waffenbereit waren).

Ab anno 772 usque ad annum 804, plus quam triginta annos, CAROLUS, REX FRANCORUM, contra Saxones bellum cruentum gessit.

Vom Jahr 772 bis zum Jahr 804, mehr als 30 Jahre lang, führte Karl, der König der Franken, gegen die Sachsen einen blutigen Krieg.

Quoque anno contra Saxones fidem christianam repudiantes profectus est.

Jedes Jahr zog er gegen die Sachsen, die den christlichen Glauben zurückwiesen, zu Felde.

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text by decurio; copyright

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zu Einhard: eigentlich hieß er EGINHARD; geb. um 770; im Kloster Fulda erzogen, dem damaligen Bildungszentrum des ostfränkischen Reiches; weil er so mickerig war, wurde er von WALAHFRIED STRABO "homuncio" (Menschlein) genannt; regen Geistes und nicht ohne Witz, kam er durch Empfehlung des Abtes BAUGULF an den Hof KAISER KARLS nach Aachen (anno 791 aut 792); dort leitete ALCUIN die Hofschule; Einhards Begabung vor allem der lateinischen Klassiker fiel diesem auf und so beauftragte er ihn, die Studien des Kaisers zu beaufsichtigen; hieraus entstand eine enge Freundschaft zwischen dem Kaiser und EINHARD!

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Quelle: Reclam: EINHARD: Vita Karoli Magni; das Leben Karls des Großen; Übers., Anmerk., Nachw. Evelyn Scherabon Firchow,lat./ dt., Reclam, Stuttg. 1995, Nachwort.

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zur Sachsengeschichte: WIDUKIND VON CORVEY: Res gestae Saxonicae; die Sachsengeschichte; übers. u. hrsg. v. E. Rotter u. B. Schneidmüller, Reclam; Stuttg. 1992.