Diese Seite befasst sich mit dem Mittelalter (Medium Aevum) und hat ihren Schwerpunkt im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (Sacrum Romanum Imperium Nationis Germanicae).
Sonntag, 5. April 2015
Dienstag, 10. März 2015
ANNO 435: EINE WOCHE RELIGIONSUNTERRICHT FÜR 3000 BUGUNDER
Vorgeschichte: Die BELGER, einst von Caesar hoch gelobt (s. auch: Asterix bei den Belgiern), waren "fett" und träge geworden. Dies war für die BURGUNDER, ein kriegslüsterner Stamm, geradezu eine Einladung, ihren faulen Nachbarn einen kleinen "Besuch" abzustatten. Leider haten die Römer etwas dagegen. AETIUS, seines Zeichens Reichsverweser, stellte eine Truppe zusammen, die hauptsächlich aus HUNNEN bestand. Diese brachten die BURGUNDER "zur Vernunft". Zwei Jahre später kamen die HUNNEN noch einmal nach WORMS und MAINZ. Wahrscheinlich hatte es ihnen dort gefallen. Vielleicht steckten auch wieder die Römer dahinter. Was jetzt folgte, war gräßlich: Die HUNNEN machten 20 000 BURGUNDER nieder. KÖNIG GUNDAHAR, der GUNTHER der Sage, fiel. Diese Schlacht bildet den Kern des NIBELUNGENLIEDES, das jeder gute Deutsche kennen sollte!-Was wollten diese HUNNEN von uns?
SOKRATES SCOLASTIKUS nennt einen Grund für das Morden: HUNNEN und BURGUNDER waren Todfeinde!
In ihrer Not wurden die BURGUNDER fromm. Sie gingen zu einem gallischen Bischof und ließen sich taufen. Wahrscheinlich dachte der gute Bischof, daß die HUNNEN die Vorsehung geschickt habe.
Doch so einfach war der Segen des Himmels nicht zu haben: Zuvor mußten die "frommen Schäfchen" eine Woche Religionsunterricht über sich ergehen lassen, der sicher sterbenslangweilig war und von dem sie garantiert nichts kapiert haben. Egal, Hauptsache neue Seelen gewonnen und gerettet. Kaum zu guten Christen geworden, überfielen sie ein hunnisches Lager, wo gerade ein Saufgelage abgehalten wurde, bei dem der hunnische König aus den Schuhen kippte. Exitus. Für die BURGUNDER war sofort klar: Der Herr schickt uns ein Zeichen. Also auf sie mit Gebrüll! 10 000 HUNNEN mußten dran glauben. Gut gemacht, Jungs!
Quelle:
H. RIEHL: DIE VÖLKERWANDERUNG (DER LÄNGSTE MARSCH DER WELTGESCHICHTE)
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Vielleicht ein später Nachfahre der Burgunder; geb. in der Gegend um Worms.
SOKRATES SCOLASTIKUS nennt einen Grund für das Morden: HUNNEN und BURGUNDER waren Todfeinde!
In ihrer Not wurden die BURGUNDER fromm. Sie gingen zu einem gallischen Bischof und ließen sich taufen. Wahrscheinlich dachte der gute Bischof, daß die HUNNEN die Vorsehung geschickt habe.
Doch so einfach war der Segen des Himmels nicht zu haben: Zuvor mußten die "frommen Schäfchen" eine Woche Religionsunterricht über sich ergehen lassen, der sicher sterbenslangweilig war und von dem sie garantiert nichts kapiert haben. Egal, Hauptsache neue Seelen gewonnen und gerettet. Kaum zu guten Christen geworden, überfielen sie ein hunnisches Lager, wo gerade ein Saufgelage abgehalten wurde, bei dem der hunnische König aus den Schuhen kippte. Exitus. Für die BURGUNDER war sofort klar: Der Herr schickt uns ein Zeichen. Also auf sie mit Gebrüll! 10 000 HUNNEN mußten dran glauben. Gut gemacht, Jungs!
Quelle:
H. RIEHL: DIE VÖLKERWANDERUNG (DER LÄNGSTE MARSCH DER WELTGESCHICHTE)
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Vielleicht ein später Nachfahre der Burgunder; geb. in der Gegend um Worms.
Dienstag, 24. Februar 2015
THE VIKING AND HIS SWORD
The favourite toy of the Viking was his sword, also the axe and the spear. Being armed distinguished the free warrior from the serf or the land-hand. Arms had always to be at hand. The duel (single combat) was carried out (settled) with great passion at lonely places, limited by hedges and stonewalls. This kind of fight was known as the so-called "HOLMGANGA". Contempt of life, also of one's own life, was a normal attitude. The Christian commandment "Thou shall not kill" was looked at as pure nonsense!
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Source: Rudolf Pörtner: Die Wikinger Saga.
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Source: Rudolf Pörtner: Die Wikinger Saga.
Samstag, 24. Januar 2015
RAINALD VON CHÂTILLON
RAINALD war von schöner Gestalt, ein tapferer Kämpfer und leider ein wenig brutal. So ließ er 1153 den Patriarchen AMALRICH ins Gefängnis stecken, weil der sich weigerte, Geld herauszurücken. Nach dem Motto: Selber schuld, hätte er mir doch das Geld gegeben! Dann ließ er dem armen Patriarchen aufs Haupt hauen und ihn mit Honig einschmieren. Sodann wurde der Patriarch an einen Pfahl gebunden, nackt in der glühenden Sonne. Schließlich wurde der arme Kerl von den Insekten zerstochen. Doch das "special treatment" funktionierte: AMALRICH blechte und zog Leine.
RAINALD gelüstete es aber nach mehr: 1156 landete er auf Zypern, das byzantinisch war, was ihn aber nicht kratzte, und plünderte die Insel systematisch, wovon sie sich niemals mehr erholte. Wer von den Zyprioten überlebte, mußte sich auch noch freikaufen. Der Mann hatte Geschäftssinn!
Da das Leben gerecht ist, wurde die Insel bald darauf auch noch von einem Erbeben heimgesucht.
RAINALD tat wirklich alles-so J. Lehmann-"um die Kreuzfahrerstaaten systematisch um ihren Kredit zu bringen".
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Deus lo vult.
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Quelle: J. LEHMANN: Die Kreuzfahrer
RAINALD gelüstete es aber nach mehr: 1156 landete er auf Zypern, das byzantinisch war, was ihn aber nicht kratzte, und plünderte die Insel systematisch, wovon sie sich niemals mehr erholte. Wer von den Zyprioten überlebte, mußte sich auch noch freikaufen. Der Mann hatte Geschäftssinn!
Da das Leben gerecht ist, wurde die Insel bald darauf auch noch von einem Erbeben heimgesucht.
RAINALD tat wirklich alles-so J. Lehmann-"um die Kreuzfahrerstaaten systematisch um ihren Kredit zu bringen".
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Deus lo vult.
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Quelle: J. LEHMANN: Die Kreuzfahrer
Dienstag, 20. Januar 2015
WIR HABEN DIE HEILIGE LANZE: UNS KANN NICHTS PASSIEREN!
Der Bauer PETER BARTHOLOMÄUS hatte, als die Kreuzfahrer in Antiochia eingeschlossen und belagert wurden (1098), rechtzeitig eine Erscheinung. Ihm war prompt der Apostel Andreas erschienen und hatte ihm gezeigt, wo er die heilige Lanze verborgen hatte.
"Die Reaktion auf diesen wundersamen Bericht war zwiespältig. Bischof ADHÉMAR VON LE PUY, durchaus mit Wundern vertraut, glaubte dem PETER BARTHOLOMÄUS kein einziges Wort und nannte ihn einen Scharlatan."
"Graf RAIMUND VON TOULOUSE aber war in seiner Naivität begeistert von dem sichtbaren Eingreifen Gottes und versprach, in fünf Tagen eine feierliche Suche nach der Lanze zu veranstalten."
Tags darauf grub man den Boden einer Kathedrale auf, fand aber lange nichts. Da sprang PETER BARTHOLOMÄUS höchstselbst in die Grube-und siehe-da war sie, die Lanze!
Der arabische Chronist IBN AL-ATIR nannte ihn übrigens einen "gerissenen Burschen".
Das wahre Wunder bestand aber darin, daß die Kreuzfahrer siegten. Die einen haben eben eine heilige Lanze und die anderen nicht. Außerdem erschienen Ritter auf weißen Pferden, die sogleich als der HL. GEORG, der HL. MERKURIUS sowie ST. DEMETRIUS identifiziert wurden.
Heilig, heilig, heilig! Deus lo vult! Gott will es!
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Quelle: Lehmann
"Die Reaktion auf diesen wundersamen Bericht war zwiespältig. Bischof ADHÉMAR VON LE PUY, durchaus mit Wundern vertraut, glaubte dem PETER BARTHOLOMÄUS kein einziges Wort und nannte ihn einen Scharlatan."
"Graf RAIMUND VON TOULOUSE aber war in seiner Naivität begeistert von dem sichtbaren Eingreifen Gottes und versprach, in fünf Tagen eine feierliche Suche nach der Lanze zu veranstalten."
Tags darauf grub man den Boden einer Kathedrale auf, fand aber lange nichts. Da sprang PETER BARTHOLOMÄUS höchstselbst in die Grube-und siehe-da war sie, die Lanze!
Der arabische Chronist IBN AL-ATIR nannte ihn übrigens einen "gerissenen Burschen".
Das wahre Wunder bestand aber darin, daß die Kreuzfahrer siegten. Die einen haben eben eine heilige Lanze und die anderen nicht. Außerdem erschienen Ritter auf weißen Pferden, die sogleich als der HL. GEORG, der HL. MERKURIUS sowie ST. DEMETRIUS identifiziert wurden.
Heilig, heilig, heilig! Deus lo vult! Gott will es!
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Quelle: Lehmann
Donnerstag, 15. Januar 2015
FULKO VON ANJOU: DER FLUCH DES HASEN
GRAF FULKO VON ANJOU, König von Jerusalem machte mit seiner Frau MELISENDE einen kleinen Familienausflug, der ihm zum Verhängnis wurde. Diese äußerte das dringende Verlangen, sich auf den Wiesen bei AKKON " zu ergehen". Da sah der König einen Hasen, den er sofort verfolgte. Dies hätte er besser bleiben lassen, denn sein Pferd stolperte. Der König stürzte-Schädelbruch! So geschehen am 7. Nov. im Jahre des Herrn 1143. Ein kleiner Feldhase machte der Regierung eines großen Königs ein (banales) Ende.
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Deus lo vult
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Quelle: Lehmann
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Deus lo vult
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Quelle: Lehmann
JOSCELIN II.: "TRUNK UND SCHWELGEREI"
JOSCELIN II., logischerweise Nachfolger von JOSCELIN Nr. 1, einer der Potentaten von OUTREMER, so wurden die christlichen Reiche in Übersee im heiligen Land genannt, zog, als es ihm in EDESSA zu heiß wurde "ins gemütliche TURBESSEL" (Tel-Bascheir) um. Er brachte, wie der Chronist berichtet, seine Zeit mit "Trunk und Schwelgereien" zu, zahlte seinen Soldaten keinen Sold mehr-er brauchte das Geld ja zum Saufen-, so daß die ihm scharenweise davonliefen.-----
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Deus lo vult!
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Quelle:: J. Lehmann
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Deus lo vult!
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Quelle:: J. Lehmann
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